Terpodion

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The terpodion or uranion is a keyboard instrument which produces sound using the same friction principle as the glass harmonica.

Terpodion Johann David Buschmann (1773-1852) At 1825 Berlin Signatur „J.D. Buschmann in Berlin“ Klaviaturumfang: F2-f4 (six octaves) Restored 2006/07: Andreas Hermert / Meike Wolters, H 830 mm, B 1296 mm, T 666 mm, Inv.-Nr.: V/J 417, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina, 15230 Frankfurt (Oder)

Instead of rotating glass bells a wooden cylinder is rotating. This cylinder is coated with a special mixture. Only 25 instruments were ever built by Christian Friedrich Ludwig Buschmann, the son of Johann David Buschmann, the inventor of this instrument. Johann David Buschmann was first a passementier, then he started repairing key instruments. By 1817 the instrument spanned a range of 5 1/2 octaves.

  • 1821 one instrument came into London.[1]
  • 1821 David Buschmann sold a licence for building terpodions to the instrument builder David Loescham and the cheesemonger James Allwright.[2][3][4] Following this, only one instrument was ever built in England.
  • 1841 another report could be read in the London newspaper.[5]

Examples of these instruments can be seen in museums all over Europe, including museums in Copenhagen, Leipzig, Vienna, London, Brussels, Stockholm, Jevisovice and Frankfurt/Oder.

Technical explanation[edit]

A Terpodion being played
Terpodion Innenansicht, Inv.-Nr.: V/J 417, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina, 15230 Frankfurt (Oder)
Terpodion Patentzeichnung

There is a certain relationship with the glass harmonica and the clavic cylinder. The glass harmonica produces the sound by friction from touching the rotating bells with wet fingers. With the terpodion, operating the keyboard pushes a wooden or metal arm against a rotating coated cylinder of wood or other material, producing sounds by friction. For the lower notes the arms are mainly made of wood and for the higher notes they are made of metal. The arms are adjustable so the pitch of each note can be adjusted within the tuning process. The terpodion rarely requires tuning. The rotating cylinder is made from box wood (Buxus sempervirens), but the patent states it could be any material. The most important aspect of the cylinder is the coating. The exact mixture can be seen in the patent writing. (2 parts ethanol, 1 part mastic, 1 part sandarac, 1/16 part campher). The vibrating parts are pushed by the key mechanic toward the rotating cylinder so a sort of hammer that is covered by soft rough leather, which is coated with same mixture as the cylinder. The volume of the sound is dependent on the amount of pressure applied to the keys. The lower register requires more pressure for the same amount of volume as the higher register.

The instrument didn't stay playable for long and had to be serviced from time to time. This may be one of the reasons why the Buschmanns did lookedfor other ways of producing the sound, and replaced the friction sound production by free reeds on other instruments. The instrument had piano keys, and a similar look as the later reed organs. On the other hand there were also instruments built that had both a keyboards for the friction sound and another one for the free reed sound. Buschmann was one of the first to use vacuum type reeds in his physharmonicas.

The Melodion of Dietz[edit]

The melodion was very much like the terpodion. The one invented in 1806 by Dietz in Emmerich was presented to the public by Petzhold (oder Betzold) in many places in Europe. There was only one main difference; all the sound came from vibrating metal structures.

"Der Ton wird durch die Reibung metallener Stäbe [...] mittelst dem mit einem elastischen Körper umringten, sich umdrehenden Cylinders hervorgebracht, welcher [...] mit den Füssen des Spielers in Bewegung gehalten wird, [...]"

Vom Melodion wurden bei weitem mehr Instrumente gebaut als vom Terpodeon. "Seine Fabrik ist bereits in solchem Flor[irenden Zustand], dass beständig gegen dreyssig [(30)] Instrumente in Arbeit sind. Der meiste Absatz schränkt sich jetzt nur noch auf das benachbarte Holland und Westphalen ein, wo der Erfinder auf einer kleinen Reise selbst dieses Instrument [vorführte] [...]."[6]

Befeuchtet wurde im Gegensatz zum Clavicylinder dabei nichts. "- Und ohne Gebrauch des Wassers hervorgebracht; der innere [...] Mechanismus, hat wol die meiste Aehnlichkeit mit dem, des Chladnischen Klavieylinders, ist aber weniger zusammengesetzt und weit vollkommener ausgeführt." [7]

The tuning or retuning to up to a quarter note could be adjusted by screws for each note individually. Readjusting did not have to take place at all if one was happy with the tuning reverence note. The metal structures kept better to the pitch as wooden parts. Dietz also invented the chalybssonnans. This used friction on glass or metal rods by rubbing the rods along their length. The sound was much like the one produced by the glass harmonicas.

Newsletter articles[edit]

(All following quotes are adjusted to modern German, please feel free to translate)

Die Allgemeine Musikalische Zeitung, Nr. 30 vom 25. April 1810 berichtet auf Seite 469 und 470 folgendes: «Bei der Gelegenheit einige Gedanken über den Clavicylinder. Runde oder auch viereckige Glasscheiben geben bekanntlich, wenn sie am Rande an einem Punkt befestigt sind, [...] einen Ton ab, wenn sie von einem andern glatten Glaskörper auf der hohen, glatt geschliffenen Kante gerieben werden. — Der Befestigungspunkt sowohl als auch der Berührungspunkt beim Reiben muss sorgfältig gesucht werden. — Ebenso muss die Tongröße der Glasscheiben untersucht werden. — Können an eine Tastatur solche Glasscheiben mit bestimmter Tongröße am hinterm Ende befestigt werden, so wird ein gemeinschaftlicher Zylinder, welcher die Glasscheiben reibt, sobald durch den Druck der Tasten dieselben an den Zylinder treffen, den jeder Glasscheibe eigentümlichen Ton entlocken. Es versteht sich, dass jede Taste am vorderen Ende so viel Gegengewicht braucht, als die Glasscheibe am hinterm Ende hat.

Ein neu erfundenes Tasteninstrument, wird Uranion genannt. Dieses Instrument hat in der Gestalt und Spielart viel Ähnlichkeit mit dem Melodion. Es ist 4 Fuß lang, 2 Fuß breit, und 1 Fuß hoch; es hat daher ein kompaktes und ein gefälliges Äußeres. Der Umfang der Töne ist 5 1/2 Oktaven; nämlich vom Contra-F bis zum vier-gestrichenen c. Der Zylinder in demselben ist mit Tuch umzogen und wird mittels eines Fußtritts und Rades in Bewegung gesetzt. Da der Mechanismus dieses Instruments äußerst einfach ist, und die Hauptsache bei der Herzvorbringung des Tons eine Fraktion an Holz, und nicht an Metall oder Glas ist so ist dasselbe nicht nur leichter, als ein gewöhnliches Fortepiano, sondern es kann auch in der Folge gewiss um einen günstigen Preis angeschafft werden. Als ich das Melodion, von Petzold gespielt, hörte, fand ich, dass die Basstöne verhältnismäßig [...] schwach waren, welchen Fehler das Uranion keineswegs hat; auch sind bei diesem die hohen mittleren und tiefen Töne nicht so verschiedenartig als bei jenem, und lassen alle Abstufungen vom leisesten Piano bis zu beträchtlichem Forte zu. Sein Ton ist wahrhaft himmlisch und wirkt stark auf das Herz. Der Erfinder heißt Buschmann, und wohnt in dem 1 Meile von Gotha gelegenen Bergstädtchen Friedrichroda. Er ist ein Posamentirer von Profession und versuchte es vor mehreren Jahren, da er an dergleichen Beschäftigungen Vergnügen fand, alte Klaviere und andere Tasten - Instrumente zu reparieren; lernte dabei ihren Innern Bau immer genauer kennen; baute bald selbst einige solche Instrumente, und machte sich endlich auch an die Ausführung dieses so vortrefflichen Instrumentes, dem er auf Anraten den Nahmen Uranion gegeben hat. Er hat jetzt eine Reise damit angetreten und sich zuerst in Schmalkalden hören lassen, wo mehrere Kenner, und vorzüglich [auch] Pierling, dem Instrumente ihren Beifall schenkten.»[8]

In der Allgemeinen Musikalischen Zeitung von J. L. Dussek Nr. 16 vom 15. April 1824 Seite 257 findet man folgende Meldung: «Der Instrumentenmacher J. D. Buschmann hat vom ersten März an auf zehn Jahre für die ganze Monarchie ein Patent auf das ausschließlichen Recht zur Anfertigung und Benutzung des von ihm erfundenen musikalischen Tasteninstruments Terpodion erhalten, dessen Ton bekanntlich durch eine eigentümliche Form der hölzernen und in der Höhe durch zum Teil aus Metall bestehende Tonstücken mittelst Reibung hervorgebracht wird.» [9]

In der Berliner Allgemeinen Musikalischen Zeitung, Band 1 Von Adolf Bernhard Marx vom 1. Dezember 1824 Seite 441 wird berichtet: «Am 6, November gab Herr Joh. David Buschmann ein Extrakonzert und ließ sich auf dem von ihm erfundenen Tasten-Instrument Terpodion hören. Der Ton wird durch die Reibung geordneter Holz-Stäbe bewirkt und ist dem der Glasharmonika ähnlich, aber voller und sanfter. Sobald auf diesem Instrumente vierhändig gespielt wird, so erfordert es eine genaue Einspielung; dies war aber nicht immer der Fall, indem der Primarius die Tasten stärker anstrich, als der Secundarius und dadurch den Bass der ohnehin gegen den Diskant schwächer klingt, unterdrückt,» [10]

In der Allgemeinen Musikalischen Zeitung von Leipzig Nr. 18, vom 1. Mai 1833 Seite 297 liest man: «Endlich gaben auch noch [...] und die Herren Buschmann, Vater und Sohn, aus Berlin (?) eine musikalische Abend-Unterhaltung. [...] Letztere entzückten durch ihr Terpodion, ein Instrument, welches unseres Erachtens vortrefflich bei schwach oder schlecht besetzten Orchestern zu brauchen wäre, wo es namentlich die Klarinetten, Flöten und Fagotte ersetzen könnte, deren Töne es zum Teil an Wohllaut bei weitem übertrifft. Ein Choral auf diesem Instrumente gespielt ist eine wahre Engelsmusik.» [11]

In Neue Zeitschrift für Musik, Band 1 Von Beethoven-Stiftung, Allgemeiner Deutscher Musikverein Nr. 13, vom 15. Mai 1834 auf Seite 52 liest man: «Prag. Die Herren Buschmann gaben zwei Konzerte, auf dem Terpodion.» [12]

In der Wiener Allgemeinen Musik-Zeitung, Band 3 von August 1843 auf Seite 628 ließt man: «(Friedrich Buschmann) in Hamburg, dessen Vater bekanntlich das Terpodion erfand, hat gegenwärtig eine Physharmonica nach einer neuen eigentümlichen Konstruktion vollendet, wodurch dieses sonst etwas schwierig zu behandelnde Instrument für jede Konzertmusik anwendbar wird, ganz Außerordentliches als Begleitung der Gesänge leistet.» [13]

References[edit]

  1. ^ The Quarterly journal, Band 11, Royal Institution of Great Britain - 1821 Online
  2. ^ The London journal of arts and sciences, Band 6, 14. January 1822, Seite 235-236, Original English Text and drawings,Online
  3. ^ Kinsky Katalog Musikhistorisches Museum Köln S.413
  4. ^ Polytechnisches Journal (Zeitschriftenband 13.1824) Page 154 Online Online Text version
  5. ^ The Literary gazette and journal of the belles lettres, arts, sciences, &c, Nr. 1252, 16. Jänner 1841, Page 350, Online
  6. ^ Allgemeine musikalische Zeitung, Band 8, Seite 715 - 718, Online
  7. ^ Allgemeine musikalische Zeitung, Band 8, Page 526, 527, Online
  8. ^ Die Allgemeine musikalische Zeitung, Nr. 30 vom 25. April 1810 berichtet auf Seite 469 und 470, Online
  9. ^ Allgemeine Musikalische Zeitung von J. L. Dussek Nr. 16 15. April 1824, Seite 257, Online
  10. ^ Berliner allgemeine musikalische Zeitung, Band 1 Von Adolf Bernhard Marx 1. Dez. 1824 Seite 441, Online
  11. ^ ALLGEMEINE MUSIKALISCHE ZEITUNG Von LEIPZIG BEI BREITKOPF UND HARTEL Nr. 18, 1. Mai 1833 Seite 297, Online
  12. ^ Neue Zeitschrift für Musik, Band 1 Von Beethoven-Stiftung, Allgemeiner Deutscher Musikverein Nr. 13 Seite 52 15. Mai 1834, Online
  13. ^ Wiener Allgemeine Musik-Zeitung, Band 3 von August Schmidt, Ferdinand Luib 1843 Seite 628, Online